Forschungssegmente


Das Orthopädische Zentrum für Muskuloskelettale Forschung ist Mitglied im
Muskuloskelettalen Centrum Würzburg MCW

Muskuloskelettale Erkrankungen haben eine große sozioökonomische Bedeutung. Mit der Änderung der demographischen Struktur unserer Gesellschaft und mit zunehmender Lebenserwartung wird diese in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen. Muskuloskelettale Erkrankungen bedingen mehr als 40% aller Arbeitsunfähigkeiten und aller Rehabilitationsleistungen und 30% aller Berentungen. Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates verursachten im Jahr 1998 mit mehr als 30 Milliarden € etwa 20% aller Gesundheitskosten. Die beiden Volkskrankheiten Arthrose und Osteoporose betreffen 15-20% unserer Bevölkerung. Durch diese Krankheiten entstehen häufig Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit und sie tragen in hohem Ausmaß zur Minderung der Lebensqualität und zur Belastung der Solidarsysteme bei.

Das Orthopädische Zentrum für Muskuloskelettale Forschung an der Universität Würzburg stellt sich diesen Herausforderungen. Es ist Bestandteil des Muskuloskelettalen Centrums Würzburg MCW, einer Einrichtung der Universität, des Universitätsklinikums und des Bezirks Unterfranken. Das Orthopädische Zentrum ist eine Plattform interaktiver Forschung von der Grundlage bis zur Klinik. Wesentliche Bestandteile des Zentrums sind die Sektionen Biologie Mesenchymaler Stammzellen, Molekulare Orthopädie, Tissue Engineering und Gentherapie, sowie die „Experimentelle und Klinische Osteologie“ mit dem Osteologiezentrum. Das erklärte Ziel dieser Einheit ist es, eine Drehscheibe für die Kommunikation zwischen Grundlagenforschung und Klinik darzustellen, um in Forschung, Lehre und Krankenversorgung auf hohem Niveau daran zu arbeiten, Prävention und Therapie der Krankheiten von Knochen und Gelenken zu verbessern.